Der Strom aus der Steckdose ist nicht immer zu 100 % Ökostrom, selbst wenn sich der Kunde für einen Anbieter entscheidet, der vollständig auf die Produktion aus Erneuerbarer Energie setzt. Der Grünstrom-Index gibt Auskunft darüber, wie hoch der tatsächliche Anteil an Strom aus Wind, Sonne und Wasserkraft in einem bestimmten Postleitzahlengebiet in den nächsten 36 Stunden sein wird.

Hierbei beruht sich der Grünstrom-Index (GSI) auf die lokalen Wetterdaten und den Stromverbrauchswerten. Seit 2013 dient er als Anhaltspunkt für die intelligente Verbrauchssteuerung und kann dabei gezielt für Smart Home genutzt werden. Als Basiswerte für den Index dienen u.a. die Infrastruktur-Parameter der Verteilnetzbetreiber sowie die Verbrauchswerte der gewerblichen Stromkunden. Ein Problem welches erkennbar wird, ist der schwankende Verbrauch im Laufe des Tages sowie der Nacht im Verhältnis zur schwankenden Erzeugung von Strom aus Erneuerbarer Energie. Mit dem Index ist es möglich, genau hier zu optimieren.

Hintergrund

Der GrünstromIndex (GSI) kann für jeden Postleitzahlenbereich in Deutschland eine Prognose des Strommixes in den kommenden 24-36 Stunden ermitteln. Ist der Anteil von Strom aus Wasserkraft, Windenergie oder Solarenergie für einen Ort besonders hoch, so nimmt der Index einen Wert von 100 an. Bei eine Minimum beträgt der Index Wert 0. Ein Indexwert wird jeweils für die Dauer einer Stunde gemittelt und im Jahresschnitt ist für jeden Ort ein Mittelwert aus den Stundenwerten von 50 sichergestellt. Durch diese Standarisierung ist die Anwendung des Grünstromindex als Standardwert normiert.

Verwendung in Stromtarifen

Zum Einsatz kommt der Grünstromindex vor allem zur Bildung dynamischer Stromtarife. Bei den Corrently Tarifen erhalten Stromkunden einen Gutschrift vom tariflichen Arbeispreis je Kilo-Watt-Stunde, wenn besonders viel Energie aus Erneuerbarer Erzeugung vorhanden ist.

Verwendung in der Automatisierung

Bei der E-Mobilität oder in Smart-Homes kommt der Grünstromindex als Indikator zum Einsatz. Bereits im Jahre 2012 wird eine Ladezeitoptimierung für besonders netzdienliche Stromnutzung veröffentlicht.

Beispiele: